Die kommunale Finanzlage bleibt angespannt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben die deutschen Städte und Gemeinden im ersten Halbjahr 2026 ein Defizit von 20,1 Milliarden Euro verzeichnet. Damit erreichte die Lücke erneut die Größenordnung des ersten Halbjahres 2025.
Auch die kommunalen Schulden sind weiter gestiegen. Im zweiten Quartal 2026 nahmen sie gegenüber dem Vorquartal um 1,5 Prozent beziehungsweise 2,9 Milliarden Euro zu. Besonders hohe Zuwächse wurden für Niedersachsen mit 10,7 Prozent und Brandenburg mit 9,9 Prozent ausgewiesen.
Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ erneuert vor diesem Hintergrund seine Forderung nach einer Soforthilfe von mindestens 30 Milliarden Euro jährlich. Zu den weiteren Vorschlägen gehören ein höherer kommunaler Anteil an der Umsatzsteuer, eine stärkere Beteiligung der Kommunen am Steueraufkommen der Länder sowie die Ausweitung des Prinzips „Wer bestellt, bezahlt“ auf bisherige Beschlüsse der Gesetzgeber.
Dem Bündnis gehören 73 Kommunen aus acht Bundesländern an. In den beteiligten Kommunen leben nach Angaben des Bündnisses rund zehn Millionen Menschen. Aus Rheinland-Pfalz sind 13 Kommunen beteiligt, darunter Pirmasens.